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Die East Side Gallery ist ein
besonderer Ort, an dem Kunst Ausdruck eines einmaligen
Zeitpunktes in der Geschichte eines geteilten
Deutschlands wurde. Sie ist ein Ort, der von einem alten
und einem neuen Berlin spricht, einem geteilten und einem
vereinigten Deutschland. |
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Zwischen der Oberbaumbrücke und dem
Ostbahnhof, entlang dem ehemaligen Grenzstreifens, erstreckt
sich eine einmalige Bilder Pallette - ein Zeichen der
Überwindung der Unmeschlichkeit. Nachdem die Mauer in
1989 gefallen war, kamen über hundert Künstler aus
aller Welt und transformierten die bis dahin unereichbare
Ostseite der Mauer mit ihren Bildern. Damit gaben sie der
Mauer ein neues Gesicht in einer neuen Zeit. |
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| Dieses neue Gesicht ist die East Side
Gallery. Die Bilder der East Side Gallery drücken
Euphorie und grosse Hoffnung auf eine bessere Zukunft
aus, Gefühle, die die Zeit der Wende
charakterisieren. Das Projekt, das spontan
entstand, hat sich zu einer enormen Bilderwand mit über
hundert Bildern entwickelt, die sich heute, mehr als 10
Jahre später, in einem so schlechten Zustand befindet,
daß man die einst farbenfrohen Bilder kaum noch erkennt. |
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Obwohl die East Side Gallery durch
die Initiative einzelner Künstler und Freunde der East
Side Gallery unter Denkmalschutz gestellt worden ist,
zerfallen die Bilder, die einst um die Welt gingen,
zusehend und der Maueruntergrund selbst zerbröckelt.
Trotz ihrer großen Attraktivität für Touristen und der
Unterstützung vieler Berliner zeugt die East Side
Gallery vom traurigen Umgang mit der jüngsten deutschen
Geschichte.Nach dem Motto: "Aus den Augen, aus dem
Sinn", wird die Galerie zunehmend vergessen und die
Hoffnung mancher, daß sie sich in Luft auflöst, scheint
sich zu bewahrheiten. |
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| Als
1996 öffentlich über den Abriss diskutiert wurde,
gründeten die Mauerkünstler die sogenannte Künstlerinitiative
East Side Gallery e.V., einen eingetragenenVerein, der
sich für die Rechte und den Schutz der Galerie an ihrem
originalen Standort einsetzt. Mit Erfolg, denn die East Side Gallery steht bis heute an ihrem originalen Standort. Seither bemüht sich die Künstlerinitiative um eine Zukunft und eine dauerhafte Sanierung der East Side Gallery. Viele der Mauerkünstler sind Mitglieder des Vereins, deren Vorstand der Mauerkünstler Kani Alavi ist.
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Neben den
Bemühungen um eine Sanierung und Restaurierung der East
Side Gallery versucht die Künstlerinitiative vor allem,
ein Bewußtsein für die East Side Gallery zu schaffen,
damit die East Side Gallery als ein Ort wahrgenommen
wird, an dem auch in Zukunft eine Schnittstelle für und
in Berlin bestehen kann. Mit ihrer besonderen Verbindung
von Vergangenheit und Zukunft, von Kunst und historischem
Denkmal, ist die East Side Gallery kein toter Ort,
sondern eine Stelle, an der sich viele Wege kreuzen und
von der aus Impulse ausgehen können und dies bereits
auch tun. |
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| Bisher gab es noch keine klaren
Aussagen von politischer und öffentlicher Seite über
die Zukunft der Galerie.Die Künstlerinitiative hat an
diesem Projekt ohne jegliche ideelle und finanzielle
Hilfe von Seiten der Regierung gearbeitet. Finanzielle
Unterstützung kam bisher allein aus privaten Spenden.
Durch diese Hilfe konnten zwei Bilder in den letzten
Jahren vollständig restauriert und originalgetreu
wiederhergestellt werden. Es handelt sich um das Gemälde
von Günther Schäfer "Vaterland", das mit
Hilfe der Firma LOBA restauriert wurde, und um das Bild
von Narenda K. Jain, was von der historischen
Gesellschaft Güstrow wiederhergestellt worden ist. Der
große Durchbruch war die großflächige Sanierung von
über 40 Bildern durch den Verband der Lackindustrie von
Mai bis Juli 2000. (Hierzu siehe Restaurierung). Trotz dieses Engagements und dem wachsenden öffentlichen Interesse braucht die East Side Gallery dringend politischen Schutz und Unterstützung, damit auch die verbleibenden 1000 Meter saniert werden können. |
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